Endoskopie
Die Endoskopie bietet sich für Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege an. Wir besitzen ein Gerät, das einen sehr kleinen Durchmesser aufweist. Dennoch ist auf diese Weise in der Regel lediglich beim Kaninchen eine Untersuchung bis vor die Lungenflügel möglich.
Weiterhin dient das Endoskop einer kontrollierten Intubation von Kaninchen bei einer Operation in Narkose.
Diagnostik
Unsere Praxis ist mit sehr guten diagnostischen Apparaten ausgestattet, die dem höchsten tiermedizinischen Standard entsprechen.
Je nachdem, welche Erkrankung/en wir bei Ihrem Tier vermuten, sind eine oder mehrere der folgenden Diagnostika angeraten.
Röntgen
Mittels Röntgenbild wird der dreidimensionale Körper Ihres Tieres in einem zweidimensionalen Bild dargestellt. Die Schwarz-, Weiß- und verschiedene Grautöne stellen die Organe und Gewebe dar. Durch die kleine Tiergröße passt Ihr Tier in der Regel komplett auf eine Röntgenplatte. So erhalten wir einen guten Überblick über das gesamte Tier. Bei Knochenbrüchen oder anderen Erkrankungen mit möglicher Knochenbeteiligung sowie zur Überblicksdiagnostik, beispielsweise bei Magen-Darm-Problemen, ist das Röntgen die bevorzugte Diagnostik. Es müssen mindestens zwei Röntgenaufnahmen angefertigt werden, um Seitenzugehörigkeiten einsehen zu können. Bei speziellen Aufnahmen sind sogar mehr Aufnahmen notwendig, zum Beispiel beim Schädelröntgen.
Für die röntgenologische Untersuchung wird Ihr Tier bis auf wenige Ausnahmen im wachen Zustand belassen. Die Ausnahmen sind:
Schädelröntgen von Nagetieren
Röntgen von Kleinnagern (Ratte, Hamster, Maus, Rennmaus, ggf. Degu)
sehr wilde oder aufgeregte Tiere
Ultraschall
Beim Ultraschall, der sogenannten sonographischen Untersuchung, werden insbesondere innenliegende Organe beurteilt. Es kann sich dabei um Organe im Bauchraum oder im Brustkorb handeln. Letzteres wird für den Herzultraschall, den Lungenschall sowie verdächtigte Massen im Bereich des Mediastinums verwendet. Zur Ultraschalluntersuchung des Bauchraums gehören folgende Organe/Gewebe:
Harnblase
Darmtrakt in Teilen
Niere
Magen
Leber
ggf. Milz
ggf. Nebenniere
ggf. Fettgewebe
Gebärmutter, Gebärmutterhals, Eierstock beider Seiten, Scheide
Der zu schallende Bereich wird geschoren, damit Haare das Bild nicht beeinflussen. Ausnahme sind hiervon die Kleinnager, die aufgrund ihrer geringen Körpergröße rasch auskühlen würden. Für den Bauchschall liegt das Tier auf dem Rücken, für den Herz-/Brustkorbschall auf der Seite. Sofern ein Patient zu instabil für die oben genannten Lagerungen ist, bleibt es in Bauchlage.
Computertomographie (CT)
Für besonders vielschichtige Strukturen oder bei nicht zielführender Aussage durch Röntgen und/oder Ultraschall ist eine Computertomographie notwendig. Dies ist insbesondere bei Ohrproblemen, Kieferabszessen, Nasenhöhlenfüllungen und ungeklärten Lungen-/Thoraxbefunden die Methodik der Wahl. In der Regel erfolgt die computertomographische Untersuchung am wachen Tier. Sollte Ihr Tier jedoch zu unruhig oder gestresst sein, ist es zielführender, eine Sedation oder Narkose vorzunehmen. Das Gerät in unserer Praxis ist ein Cone Beam CT (CBCT), das unter anderem weniger Strahlung bedeutet und im Bereich des Schädels mittlerweile unverzichtbar ist.
Laboruntersuchungen
Wir führen in unserem Haus Laboruntersuchungen selbst durch. So ermöglichen wir schnelle Ergebnisse. Sonderfälle, dazu gehören spezielle Blutparameter, Titer- und Hormonbestimmung sowie Gewebeproben, werden an ein externes spezialisiertes Labor versandt.
Hämatologie
In unserer Praxis findet die Untersuchung hämatologischer Parameter im Rahmen von Check-ups, bei Infektionen und Notfällen oder als präanästhetische Untersuchung statt.
Blutchemie
Eine große Rolle in der Diagnostik spielen die blutchemischen Paramater, da diese Aufschluss über die Funktionalität der Organe geben. Vor allem bei Notfällen sind diese wichtig, um unter Anderem eine realistische Prognose stellen zu können. Genau wie die Hämatologie sollte die Bestimmung blutchemischer Parameter vor jeder Anästhesie standardmäßig durchgeführt werden.
Kotuntersuchung
Heimtiere erkranken von Zeit zu Zeit an Darmparasiten. Hierbei hat jede Tierart ihre spezifischen Parasiten, die es zu überprüfen gilt. Zudem kann die Anzahl an Hefen im Darm als eigenständige Erkrankung oder als Begleiterscheinung anderer Krankheiten ansteigen. Für den ersten Überblick führen wir Kotuntersuchungen vor Ort durch. Aufwendigere Untersuchungen werden an ein externes Labor gesendet.
Urinuntersuchung
Die Urinuntersuchung ist Teil der allgemeinen klinischen Untersuchung, da hierdurch bereits eine gute Aussage über den (Stoffwechsel-) Zustand des Patienten getroffen werden kann. Voraussetzung ist natürlich, dass der Patient Urin freiwillig und ohne Gewalteinwirkung gibt. Erzwungen werden sollte dies nicht, da es schmerzhaft ist.
Standardmäßig wird der Urintest-streifen verwendet. Für Untersuchungen, die sterilen Harn benötigen, wird dieser nach der Ultraschall-gestützten Gewinnung an ein externes Labor versandt.
Zytologie
Zytologische Untersuchungen, also Untersuchungen von Geweben oder Zellen, führen wir lediglich im Notfall durch.
In der Regel werden solche Proben versendet und von einem externen Labor untersucht.